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Montag, 5. September 2022

Meine Zeit begann vor meiner Zeit

Meine Zeit begann vor meiner Zeit.
Ihre Anfänge fügten sich vorerst nicht zusammen........
kein Sternzeichen kann gedeutet werden,
wonach eine Neigung der Ursprünge sich vereinen werden;
es war schon der liebe Gott,
der mein Schicksal mit Folgen bestimmte ....

Meine Zeit hat keinen Namen;
sie ist milliardenreich benennbar (1920er bis 1945er Jahre),
Wahnsinn, 
nahezu vollendet.
Leben und Sterben in bisher
ungeahnter Art, 
aber auch eine Zeit für Könner eröffnete sich mir 
mit meiner Geburt.
(c) Prof. Gustaf A.Neumann
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Sonntag, 3. Mai 2020

Die letzten Kriegstage 1945

Die letzten Kriegstage .... 1945.

Ich finde Dokumentationen von dieser Zeit sehr interessant, in vielerlei Hinsicht.
Denke da an die Generation Menschen, welche damals jung waren ... wie mein Vater...
Im 21. Lebensjahr .... April 1945 .... 
er war den Hoch- und Deutschmeistern zugeteilt ... 
vom Balaton

nach Gmunden mit 20 Lastwagen unterwegs ...
 alle gut nach Gmunden gebracht
(von den ursprünglich 5000 waren nur mehr 500 Soldaten da) ...
Aufgabe: "Wehrmachtsgutrückführung"...  
was es war, wußten sie nicht ...
wahrscheinlich Dokumente, alle versiegelt ... 
 Ende April ist mein Vater "abgehauen", mit einem Fahrrad... 
diese eigentlich kurze Fahrt von 30 bis 40 Kilometern 
(lt Erinnerungsbericht von GAN .... lt Google sind es mehr KM ...
Steinbach-Grieskirchen  )
war sehr dramatisch ... 
unentwegt wurde er von diversen Gruppen aufgehalten ... 
Widerstandskämpfer, 
Gegenwiderstandskämpfer, 
SS, 
versprengte Soldaten, 
und das letzte Aufgebot ...
Wieviele Menschen da in den letzten Tagen,
wo es "nichts mehr zu verlieren gab,
ausser das Leben",
mit einem Plakat um den Hals, noch gehängt worden sind von Fanatikern....
 .... ein (bzw mehrere) WUnder, 
dass GAN es geschafft hatte ... 
denn er wäre in jedem Fall auch (oder v.a.)
in den letzten Kriegstagen noch standrechtlich abgerichtet worden 
wegen seiner Flucht nach Hause .
.....und wenn man gewußt hätte, 
dass mein Vater 10.000 R.Mark (Jugenddichter-Preis)
 in seinem Rucksack gehabt hatte, 
noch mind. ein Grund mehr (!).. 
Und noch vor den Amerikanern erreichte er seine Heimatstadt am 30.4.1945..
(wieviele Schutzengeln waren da in seiner Begleitung?) ...
In diesen letzten Kriegstagen bzw letztem Kriegsmonat starben mehr Menschen an den Folgen der Gräuel des 2.WK als im gesamten 2.WK.
//
Bereits am 2.5.1945 gründete er den "Hausruck-Verlag" (mit dem Wappen der Frankenburger Linde und Burg Stahemberg)..
unter ebenso abenteuerlichen Bedingungen rund um die Genehmigung suchte der Verlag mit einer Wochenzeitung (Echo der Heimat) um diese bei den amerikanischen Streitkräften an.
Diese Genehmigung wurde am 11.10.1945 (permit) erteilt und an diesem Tag erschien auch die erste Ausgabe der Zeitung mit Firmensitz LINZ.
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Das ist eine von vielen Geschichten aus dem Leben meines Vaters Prof. Gustaf Adolf Neumann ... dero gibt es massenweise mehr.

Wir, die wir den Krieg nicht erlebten, können uns trotz vieler Geschichten und Zeitdokumente niemals wirklich ein komplettes Bild davon machen ... 
WEIL WIR NICHT IN DIESER ZEIT LEBTEN.
Man soll nicht totschweigen, 
was Geschichte ist und war.
Das ist meine Meinung.
AUch wenn es eine grausame Zeit war.
Sie ist Tatsache.
Und viele Familien spüren heute noch die WUnden davon.
Und die ganz junge Generation .... 

in kurzer Zeit wird es keine Zeitzeugen mehr geben, 
jene Menschen, die den WK II miterleben mussten.

Sonntag, 11. März 2018

Zeitzeuge 1)


Auszug aus Prof.Neumanns Biographie:


Gustaf A.Neumann zum 50jährigen Jubiläum als Zeitungsherausgeber Oktober 1995:
50 Jahre als Zeitungsherausgeber .
"Ein Weltverbesserer kann natürlich der Idee verfallen, dass es nichts Größeres geben soll als Gerechtigkeit".

Wer ein solches Jubiläum feiern darf, "erlebt sein eigenes Begräbnis":
solche Worte hört der Mensch vielleicht ins Jenseits hinüber,
aber es ist schön und rührend, trotzdem sagen zu müssen,
es ist noch immer fast gar nichts vollendet. Arbeit für etliche Jahrzehnte liegen noch vor meinen Füßen, und ich weiß nicht, ob meine Stimme gehört wird......
Es gibt erfolgreichere Lautsprecher der Kommunikation.
Habe ich nicht alles viel zu früh begonnen und Strömungen erfaßt, ehe sie verkaufsfertig wären?
Das wird es wohl sein, dass ich mir immer wieder neue Arbeiten aufbürde, ohne darauf zu sehen,
was sie einbringen.
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Daran dachte ich nicht, als meine ersten Gedichte schrieb. Und schon vorher als meine armen Eltern, nach Rücksprache mit meinem Katecheten und mit dem Oberlehrer von Grieskirchen (Oberösterreich, Geburtsort von GAN), mich in die Missionsschule nach Daxberg schickten,
damit aus mir einmal ein Missionspater werde, hatte ich eine Verbesserung der Menschen vor.

Die Not war groß, die politischen Wirren ungeheuer, es kamen neue Lieder auf, die Missionare
mußten zusperren, die "schwarzen Zöglinge" wurden in "braune Jungens" umfunktioniert, was mir nicht gefiel, weil ich selbst längst meine eigenen Fehden mit der Hälfte der Oblaten des Hl.Franz von Sales austrug, aber mit der anderen Hälfte gut harmonisierte,
und weil ich die Politik ohnehin für verrückt hielt:
mein Vater war Obmann des Landbundes, meine Mutter war streng katholisch, mein Halbbruder war Nationalsozialist und meine fünf Schwestern hatten mit mir (dem Jüngsten) ihre liebe Not,
ein Begriff, der in meinem Elternhaus Dauergast war,
obwohl meine Mutter neben der Aufzucht der sieben Kinder ohne Hilfe noch ein Viktualiengeschäft betrieb .....

und mein Vater auch nicht auf der faulen Haut lag, indem er seine Gitter und Siebe erzeugte und verkaufte:




aber eine Beteiligung an einer Holzverwertung in Kopfing zwang ihn, bis ans Lebensende fremde Schulden abzutragen. Als er damit fertig war, raffte ihn ein Krebsleiden hinweg,
nachdem die bescheidenste Mutter der Welt schon Jahre zuvor an körperlicher Erschöpfung einen frühen Tod gefunden hatte.





Meine ersten Gedichte schrieb ich in Daxberg, und als ich über 14 Jahre alt war (1938), in Kremsmünster und bei den Schotten in Wien als freier Student,  aufgenommen
in den literarischen Zirkel der Verlegerin Gerstl in der Wiener Billrothstraße,
und ich gebe es zu, finanziert durch meine frühe Raffinesse beim Tarockspiel.....


(Kleiner Auszug des Zeitungsartikels  "Die Kleine", herausgegeben und
geschrieben von ©  Prof.Neumann)

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Nachsatz:

1938 ~ Anschluß....verfolge die Dokus mit großem Interesse...weil mich Geschichte sehr interessiert.🤨
Wenn inneröstereichisch Österreich ab 1918 nur als deutschösterreichisch von der Bevölkerung angesehen wurde,
kann man all das irgendwie verstehen., was in den 20 Jahren bis zu Hitlers Einmarsch passiert ist (ein wahrhaft düsterer Nährboden) ....
und der wäre sowieso einmarschiert in ein zerrissenes Land ohne Perspektiven, mit Hunger und Not.....
in die Zukunft konnte keiner sehen......
ORF III und ORF II ..bringen sehr interessante Dokumentationen.
Kann man viel lernen.

Neues Oesterreich

  *lernen's Geschichte, junger Mann* sagte einmal der damalige Kanzler Kreisky zu einem Reporter ... Ich hatte hier Zeit-Geschichte in d...