Mein Vater (links) 1946 mit Bürgermeister Theodor Körner http://de.wikipedia.org/.../Theodor_K%C3%B6rner... ,beim Vorstellen seiner damals 1jährigen Zeitung Echo der Heimat anläßlich der 1.Wiener Messe (Friedensmesse). Mein Vater war ein lebendes Zeitgeschichtelexikon, allein schon deshalb, weil er viele prominente Menschen kennengelernt hat.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Zitat siehe Link!
"Als
man nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Bilanz zog, stand man vor
einem Neubeginn:
Rund 70% der Ausstellungsgebäude im Messegelände des
Praters waren zerstört.
Dennoch konnte nach einer Export-Musterschau im
Frühjahr 1946 bereits am 5. Oktober 1946 die „Wiener Messe“ als
Herbstmesse eröffnet werden.
Wie schwierig die Nachkriegssituation war,
soll ein Aufruf des damaligen Wiener Bürgermeisters Theodor Körner
verdeutlichen, der am 19. September 1946 wie folgt publiziert wurde:
„Wiener, unterstützt Eure ‚Wiener Messe‘! […] In der Woche vom 6. bis
13. Oktober 1946 wird die erste Wiener Friedensmesse stattfinden.
Diese
für die Wiederbelebung unserer heimischen Wirtschaft und damit für die
Sicherung unserer Zukunft und die Wiederbegründung eines gewissen
Wohlstandes der arbeitenden Menschen dieses Landes so wichtige
Veranstaltung,
die zugleich den Aufbau und Lebenswillen der Wiener
dokumentiert,
kann nur zustande kommen und Erfolg bringen, wenn wir alle
dazu beitragen.
Hunderte Arbeiter und Arbeiterinnen leisten einen
solchen Beitrag bereits seit vielen Wochen.
Nur dank ihrer aufopfernden
Arbeit wird es gelingen,
den durch Fliegerbomben und Brandkatastrophen
schwer beschädigten Messepalast und die durch die Kampfhandlungen nahezu
vollständig zerstörten Messeanlagen im Prater fristgerecht fertig zu
stellen.
Dieses große Opfer und diese lobenswerte Leistung unserer
Bauarbeiter verliert ihren Sinn,
wenn wir die Fremden,
die zur Messe
kommen,
nicht in Wien beherbergen können.
Unsere Hotels sind zum Teil
zerstört, zum anderen Teil dienen sie, mit wenigen Ausnahmen, der
Unterbringung alliierter Truppen und Verwaltungsstellen.
Die
Privatquartiere aber, die uns als ständige Fremdenzimmer zur Verfügung
stehen,
reichen für den zu erwartenden Fremdenzustrom bei weitem nicht
aus.
Ich bitte daher alle Wiener Haushalte, die in dieser Woche eine
saubere Schlafstelle frei haben
oder durch einige Einschränkungen in der
Familie ausnahmsweise freimachen können,
sie gegen Entgelt zur
Unterbringung von Messegästen zur Verfügung zu stellen.
Das Wohnungsamt
der Stadt Wien wird aus einem solchen Entgegenkommen keine Schlüsse
ziehen. Kein Fremder darf in der Messewoche ohne Unterkunft bleiben.
Dies sind wir unserem Ruf als gastfreundliche Fremdenstadt und unserer
Zukunft schuldig.
Wiener, meldet sofort beim Wiener Verkehrsverein (1,
Schubertring 6), Eure Bereitschaft zur Aufnahme von Messebesuchern.
Für
die Überlassung eines Wohnraumes wird ein Entgelt von 10 Schilling
aufwärts pro Nacht bezahlt. Der Bürgermeister“" (Quelle: RK spezial)
siehe auch:http://www.mbg.at/Von-der-ROTUNDE-zur-MESSEWIENNEU/873
~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Echo der Heimat / WIKIPEDIA
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~